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Strom beim Kochen und Backen ganz vorn

Über 70 % aller deutschen Haushalte kochen mit Strom. Die restlichen Haushalte bereiten ihre Mahlzeiten weitgehend auf dem Gasherd zu. Kochen und Backen verursachen rund 5 % des gesamten Stromverbrauchs im Haushalt. Davon entfallen etwa 2/3 auf das Kochen, 1/3 auf den Betrieb des Backofens.

Kochen und Backen bieten vielfältige Möglichkeiten, den Stromverbrauch zu reduzieren.

Auswahl des Kochgeschirrs

Die Auswahl eines zur Kochstelle passenden Kochgeschirrs hat erheblichen Einfluss auf den Energieverbrauch.

Wird mit Strom gekocht, sollte der Topf einen plan geschliffenen Sandwich-Boden mit leichter Innenwölbung haben. Für eine optimale Wärmeübertragung von der Kochplatte auf den Topf muss der Durchmesser des Topfes dem beheizten Bereich der Kochplattenfläche möglichst genau entsprechen. Ist Gas die Energie zum Kochen, sollte das Kochgeschirr etwa 2 cm über den äußersten Flammenrand auf größter Stufe überstehen. Außerdem stets einen Deckel verwenden, der den Topf gut verschließt. Ein Glasdeckel erspart häufiges Öffnen des Topfes und reduziert den Energieverbrauch. Für Speisen mit langer Garzeit lohnt sich der Einsatz eines Schnellkochtopfes. Dadurch können bis zu 30 % an Energie und zusätzlich viel Zeit gespart werden.

Leistung anpassen und Nachwärme ausnutzen

Besonders sparsam wird Energie eingesetzt, wenn die Speisen oder das Wasser möglichst schnell auf die gewünschte Temperatur gebracht werden. Dazu wird auf großer Stufe angekocht und die Leistung kurz vor Erreichen der Endtemperatur reduziert, um ein Überkochen zu vermeiden.

Beim Elektroherd kann durch vorzeitiges Abschalten des Herdes die in der Kochplatte gespeicherte Wärme (Nachwärme) zum Fertigkochen genutzt werden.

Wird mit Gas gekocht, sollten die Speisen nicht unnötig auf großer Flamme gehalten werden.

Flüssigkeitsmenge gering halten

Bei der Zubereitung vieler Gerichte müssen oft größere Mengen Wasser erwärmt werden. Zu viel Wasser, z. B. beim Kartoffelkochen, hat einen unnötig hohen Stromverbrauch zur Folge. Es sollte deshalb nur so viel Wasser zugegeben werden, wie unbedingt erforderlich ist.

Gerätewahl

Das Aufwärmen kleiner Portionen lässt sich durch den Einsatz einer Mikrowelle wesentlich sparsamer durchführen als am Elektroherd, weil dabei im Wesentlichen nur das Gericht und nicht das Gefäß erwärmt wird.

Für häufige Anwendungen lohnen sich spezielle Geräte, wie z. B. ein elektrischer Wasseroder Eierkocher. Diese sind deutlich sparsamer im Energieverbrauch als ein Elektroherd, da weder Kochplatte noch massive Töpfe aufzuwärmen sind.

Neukauf

Etwa 85 % der heute verkauften Kochstellen sind Glaskeramik-Kochstellen. Kochen auf Glaskeramik- Kochfeldern erspart im Vergleich zu herkömmlichen Gusseisen-Kochplatten bis zu 5 % an Strom. Glaskeramik-Kochstellen speichern weniger Wärme als Gusseisenplatten und sind besser in der Temperatur zu regeln.

Vorheizen meist überflüssig

Ein grundsätzliches Vorheizen des Backofens verbraucht unnötig Strom und ist nur für wenige Gerichte wirklich notwendig.

Backraum ausnutzen

Je besser der Backraum ausgenutzt wird, desto weniger Energie wird für die einzelnen Gerichte verbraucht.

Nachwärme ausnutzen

Durch rechtzeitiges Abschalten des Backofens lässt sich ein Teil der im Ofen gespeicherten Wärme nutzen und so Energie einsparen.