Für eine korrekte Anzeige der Inhalte dieser Website muss die JavaScript Funktion aktiviert werden.

Wäsche waschen

Rund 7 % des Stroms im Haushalt werden für das Wäschewaschen verbraucht. Die nachfolgenden Tipps zeigen, wie hier der Stromverbrauch reduziert werden kann.

Beladung

Durch Ausnutzen der maximalen Belademöglichkeit der Trommel lässt sich der Stromverbrauch für das Waschen deutlich einschränken. Dabei darf allerdings nie das Fassungsvermögen der Waschmaschine überschritten werden.

Bei Bunt- und Kochwäsche liegt die vom Hersteller angegebene Füllmenge je nach Maschinengröße zwischen 4,5 und 5 kg, für Feinwäsche bei 2 kg. Neu-Geräte der oberen Preisklassen verfügen mittlerweile über ein elektronisches Beladungserkennungssystem, das den Energie- und Wasserverbrauch bei Teilbelastung erheblich reduziert.

Temperaturwahl/Programmwahl

Entscheidenden Einfluss auf den Stromverbrauch hat die Wahl des jeweils geeigneten Waschprogramms, in Abhängigkeit von Textilart und Verschmutzung.

Moderne Geräte machen eine Vorwäsche nur noch bei stark verschmutzter Wäsche erforderlich. Durch den Verzicht auf die Vorwäsche können Strom, Wasser und Waschmittel gespart werden.

Deshalb sollte im Hinblick auf den Stromverbrauch die Waschtemperatur bewusster gewählt werden. Hier genügen oft 60 °C statt 95 °C bzw. 40 °C statt 60 °C. Für Kochwäsche wird bis zu doppelt so viel Energie verbraucht wie für das Waschen mit 60 °C. Auch durch Zusatztasten wie Intensivprogramm, Energiesparprogramm, Kurzprogramm oder Optimierung der Schleuderdrehzahl kann Strom gespart werden. Energiesparprogramme (E-Taste) sparen bis zu 40 % an Strom. Diese Programme ersetzen hohe Waschtemperaturen durch längere Einwirkzeiten. Mit der „1/2-Taste“ kann bei kleiner Wäschemenge der Energie- und Wasserbedarf ebenfalls reduziert werden. Die Verbrauchswerte pro Kilogramm Wäsche sind aber auch dann immer noch höher als bei einer voll beladenen Maschine.

Waschmitteldosierung

Die richtige Dosierung des Waschmittels hilft, Strom zu sparen, da möglicherweise das gleiche Waschergebnis schon bei niedrigeren Temperaturen oder ohne Vorwäsche erreicht werden kann.

Warmwasseranschluss

In herkömmlichen Waschmaschinen mit Kaltwasseranschluss wird das Wasser elektrisch erwärmt.

Heute werden Waschmaschinen mit Warmwasseranschluss angeboten. Die Waschmaschine wird dann mit dem Warmwasser aus dem Hausnetz versorgt, das nur bei Bedarf elektrisch in der Maschine nacherwärmt wird.

Der Warmwasseranschluss der Waschmaschine kann zur Energieeinsparung beitragen. Voraussetzungen hierfür sind aber ein möglichst guter Warmwasserbereiter sowie gut gedämmte und kurze Rohrleitungen.

Der Warmwasseranschluss ist auf jeden Fall dann sinnvoll, wenn z. B. Solarkollektoren zur Warmwassererzeugung genutzt werden.

Trocknen

Am sparsamsten wird nasse Wäsche natürlich an der Luft getrocknet. Ist allerdings der Einsatz eines Wäschetrockners notwendig, kann der Energieverbrauch auch hierbei durch einfache Maßnahmen reduziert werden. Wäschetrockner verursachen etwa 5 % des Stromverbrauchs im Haushalt.

Im Wäschetrockner dreht sich die Wäsche, ähnlich wie in der Waschmaschine, in einer Trommel. Sie wird von heißer Luft umströmt, dadurch wird dieFeuchtigkeit entzogen. Es gibt zwei Trocknersysteme, die sich im Abtransport der feuchten Luft unterscheiden: Ablufttrockner und Kondensationstrockner.

Beim Ablufttrockner wird die feuchte Luft entweder über einen Schlauch ins Freie oder in einen Raum mit guter Entlüftung geleitet.

Im Kondensationstrockner kondensiert die Feuchtigkeit mithilfe kühler Luft. Das der Wäsche entzogene, kondensierte Wasser wird in die Kanalisation abgegeben. Auch hier gilt, dass der Trockner nur in einem gut belüfteten Raum aufgestellt werden sollte. Ist die Raumluft zu warm, funktioniert die Kondensation schlechter und der Stromverbrauch steigt deutlich an. Kondensationstrockner verbrauchen etwa bis 15 % mehr Strom als Ablufttrockner.

Wäschetrockner unterscheiden sich auch hinsichtlich ihrer Steuerung. In feuchtigkeitsabhängig gesteuerten Wäschetrocknern werden die Trockenzeit und der Energieverbrauch automatisch durch Sensoren geregelt. Die Sensoren überprüfen die Feuchtigkeit der Wäsche. Ist der eingestellte Trocknungsgrad erreicht, schaltet der Trockner automatisch ab. An preiswerteren, zeitgesteuerten Wäschetrocknern wird die Trockenzeit per Hand vorgewählt. Da aber unterschiedliche Gewebearten und Kleidungsstücke verschieden schnell trocknen, ist ein unnötiger Energieverbrauch durch Übertrocknen nicht auszuschließen.